Stundenlöhne für Putzfrauen in der Schweiz 2025 und monatliche Kosten bei wöchentlicher Privathaushalt-Reinigung
Wie hoch sind die Stundenlöhne für Putzfrauen in der Schweiz 2025 wirklich und was kosten wöchentliche Reinigungen im Privathaushalt? Mindestlöhne, Agenturpreise und Sozialabgaben beeinflussen die monatlichen Kosten – inklusive gesetzlicher Vorgaben zur Anmeldung.
Die Reinigung einer Wohnung oder eines Hauses lässt sich 2025 in der Schweiz flexibel organisieren – entweder per Direktanstellung oder über Anbieter in Ihrer Region. Für eine realistische Budgetplanung sollten Sie sowohl marktübliche Stundenlöhne als auch obligatorische Abgaben, Versicherungen und vertragliche Pflichten kennen. Nachfolgend finden Sie einen strukturierten Überblick mit Rechenbeispielen und einer kompakten Anbietervergleichstabelle.
Stundenlöhne im Reinigungssektor der Schweiz im Jahr 2025
In der privaten Hauswirtschaft liegen Bruttostundenlöhne für Reinigungskräfte typischerweise in einem Bereich von rund CHF 24–32 pro Stunde, abhängig von Region, Erfahrung, Aufgabenumfang und Sprachkenntnissen. Kundentarife von Agenturen und Plattformen fallen höher aus, da Administration, Versicherung, Qualitätskontrolle und Vermittlung eingerechnet werden; hier sind je nach Kanton und Frequenz etwa CHF 35–49 pro Stunde üblich. Zusätzlich beeinflussen kantonale Mindestlöhne sowie der Normalarbeitsvertrag Hauswirtschaft (NAV) die Untergrenzen. Qualifikationen, regelmässige Einsätze und vertragskonforme Ferienentschädigung wirken sich ebenfalls auf den effektiven Stundenansatz aus.
Monatliche Kosten bei wöchentlicher Reinigung im Privathaushalt
Für die Monatsplanung ist die einfache Formel hilfreich: Wochenstunden × 4.33 (Durchschnittswochen/Monat) × Gesamtstundensatz. Zwei typische Szenarien:
- Direktanstellung: Lohn an die Reinigungskraft plus Arbeitgebernebenkosten (AHV/IV/EO/ALV, Familienausgleichskasse je nach Kanton, obligatorische Unfallversicherung, ggf. Verwaltung). Realistisch sind je nach Kanton und Versicherer insgesamt etwa +12–20% auf den Bruttolohn. Beispiel mit CHF 28 Lohn/Std: Total ca. CHF 31–34/Std.
- Beauftragung über Anbieter: Kundentarif enthält meist Administration und Versicherung. Typische Kundentarife liegen etwa bei CHF 36–45/Std, je nach Region, Häufigkeit und Leistungsumfang.
Rechenbeispiele für wöchentliche Einsätze (gerundet):
- 2 Std/Woche
- Direktanstellung (Total CHF 31–34/Std): 2 × 4.33 × 31–34 ≈ CHF 270–295/Monat.
- Anbieter (CHF 36–45/Std): 2 × 4.33 × 36–45 ≈ CHF 312–390/Monat.
- 3 Std/Woche
- Direktanstellung: ≈ CHF 405–445/Monat.
- Anbieter: ≈ CHF 468–585/Monat.
- 4 Std/Woche
- Direktanstellung: ≈ CHF 540–590/Monat.
- Anbieter: ≈ CHF 623–780/Monat.
Zusätzlich können Anfahrts-, Schlüssel- oder Materialpauschalen sowie Zuschläge (z. B. für Fensterreinigung) anfallen. Die tatsächlichen Kosten variieren je nach Kanton, Anbieter, Qualifikation und Haushaltsbedürfnissen. Preise, Tarife und Löhne sind Schätzwerte und ändern sich im Zeitverlauf.
Sozialversicherungen und Anmeldung – gesetzliche Vorgaben
Bei Direktanstellung in Privathaushalten sind Sozialabgaben ab dem ersten verdienten Franken zu entrichten. Haushalte melden sich bei der kantonalen Ausgleichskasse an; das vereinfachte Abrechnungsverfahren erleichtert die Lohn- und Quellensteuerabrechnung. Typische Bestandteile:
- AHV/IV/EO und ALV: Beiträge werden hälftig zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer geteilt; der Arbeitgeber führt sie ab.
- Familienausgleichskasse (FAK): Arbeitgeberbeitrag, kantonal unterschiedlich.
- Unfallversicherung (UVG): Pflicht. Bei unter 8 Std/Woche nur berufliche Unfälle; ab 8 Std/Woche zusätzlich Nichtberufsunfälle. Prämien je nach Versicherer/Tätigkeit.
- BVG/Pensionskasse: Obligatorisch erst ab gesetzlicher Eintrittsschwelle; bei kleinen Pensen häufig nicht erreicht. Prüfen Sie den individuellen Fall.
- Ferienanspruch: Mindestens 4 Wochen pro Jahr (höher je nach Alter/Regelung). Wird die Ferienentschädigung ausbezahlt, muss sie im Lohn klar ausgewiesen werden (z. B. 8.33% bei 4 Wochen Ferien).
Saubere Dokumentation (Arbeitsvertrag, Stundenrapporte, Lohnabrechnungen) ist zwingend. Für ausländische Arbeitnehmende ohne Niederlassungsbewilligung kann Quellensteuer anfallen; klären Sie dies mit der Ausgleichskasse bzw. Steuerbehörde.
Rechtliche Rahmenbedingungen bei der Anstellung einer Putzfrau im Privathaushalt
Ein schriftlicher Arbeitsvertrag sorgt für Klarheit: Funktion, Aufgaben, Einsatzort, Stundenumfang, Lohn (inkl. Ferien-/Feiertagsregelung), Spesen, Kündigungsfristen und Vertretungsregelungen. Beachten Sie den NAV Hauswirtschaft sowie kantonale Mindestlöhne. Arbeits- und Ruhezeiten müssen zum Gesundheitsschutz eingehalten werden; Nacht- und Sonntagsarbeit ist besonders zu regeln. Datenschutz und Schlüsselverwaltung erfordern klare Absprachen. Zudem sind Sicherheitshinweise (z. B. Umgang mit Reinigungsmitteln) zu dokumentieren. Bei Einsatz externer Anbieter gelten deren AGB; prüfen Sie Haftung, Versicherung und Vertretung bei Ausfällen.
| Product/Service | Provider | Cost Estimation |
|---|---|---|
| Regelmässige Wohnungsreinigung (wöchentlich) | Batmaid | ca. CHF 35–44/Std. (Kundenpreis; region- und frequenzabhängig) |
| Regelmässige Reinigung, Marktplatz/Vermittlung | Homeservice24 (Lemonfrog AG) | ca. CHF 25–35/Std. (individuell vereinbart; Abgaben separat) |
| Agenturvermittlung für Privathaushalte | Putzfrauenagentur / Putzfrau.ch | ca. CHF 40–49/Std. (inkl. Administration; kantonal variabel) |
| Direktanstellung im Privathaushalt | Privater Arbeitgeber | Total ca. CHF 32–41/Std. inkl. Arbeitgeberabgaben (Schätzwert) |
Preise, Tarife oder Kostenschätzungen in diesem Artikel basieren auf den zuletzt verfügbaren Informationen, können sich jedoch im Zeitverlauf ändern. Eine eigenständige Prüfung wird empfohlen, bevor finanzielle Entscheidungen getroffen werden.
Zusammenfassung
Stundenlöhne im Reinigungssektor bewegen sich 2025 meist zwischen CHF 24–32 pro Stunde als Bruttolohn für die Reinigungskraft; Kundentarife von Anbietern liegen höher, weil Versicherungen und Administration enthalten sind. Die monatlichen Gesamtkosten hängen vor allem von den Wochenstunden, der Wahl zwischen Direktanstellung und Anbieter sowie von kantonalen Vorgaben ab. Sozialversicherungen, Unfallversicherung und eine korrekte Anmeldung sind bei Privathaushalten obligatorisch und sollten im Budget berücksichtigt werden.
Abschliessend lässt sich festhalten: Wer die rechtlichen Rahmenbedingungen einhält, eine transparente Lohn- und Ferienregelung trifft und die Nebenkosten realistisch einplant, erhält verlässliche Kostenschätzungen und faire Arbeitsbedingungen – ob via Dienstleister in Ihrer Region oder im eigenen Anstellungsverhältnis.